Kompressionsstrümpfe anziehen

Narbenkompressionsstrümpfe

Narbenkompressionsstrümpfe als Narbentherapie: gute Heilung durch Kompression

Kom­pres­sion­sstrümpfe kön­nen die Heilung von Nar­bengewebe unter­stützen und sind so ein wichtiger Bestandteil der Nar­ben­ther­a­pie.

Begriffserklärung Kompressionstherapie

Aus medi­zinis­ch­er Per­spek­tive bedeutet Kom­pres­sion das Ausüben von Druck auf Gewebe. Kom­pres­sion­sstrümpfe umschließen das Bein von außen und üben dadurch einen definierten Druck auf das Gewebe und die venösen Blut­ge­fäße aus. Durch den äußeren Druck erhöht sich die Fließgeschwindigkeit des Blutes und Venen oder Lym­phge­fäße wer­den ent­lastet, indem der Flüs­sigkeit­se­in­strom aus den Blutkap­il­laren in das Gewebe reduziert wird.

Ein Kom­pres­sion­sstrumpf ist so ange­fer­tigt, dass der Druck von oben nach unten ana­log zum schw­erkraftbe­d­ingten Gewebedruck zunimmt. Im Fußbere­ich ist die Kom­pres­sion also höher als im Bere­ich des Ober­schenkels. In der Kom­pres­sion­s­ther­a­pie kön­nen manche Nar­ben mith­il­fe von Kom­pres­sion behan­delt wer­den. Dazu sollte man eine Über­sicht über die Entste­hung und Entwick­lung von Nar­ben haben.

Entstehung und Entwicklung von Narben

Die Entste­hung und Entwick­lung von Nar­ben sind ein natür­lich­er Prozess, der auf Ver­let­zun­gen oder Wun­den fol­gt. Nach­dem die Ver­let­zung heilt, kön­nen Nar­ben entste­hen, die das Ausse­hen der Haut verän­dern.

Beson­ders bei Ver­bren­nun­gen und Ver­brühun­gen kann es zu Nar­ben­bil­dun­gen kom­men, bei denen wuch­ernde Nar­ben wie hyper­tro­phe Nar­ben entste­hen kön­nen. Diese kön­nen Juck­reiz verur­sachen und das Lei­den des Betrof­fe­nen erhöhen. Um das zu ver­mei­den, ist eine Nar­ben­be­hand­lung wichtig, die direkt nach der Ver­let­zung begin­nt.

Die Behand­lung von Nar­ben min­imiert Nar­ben­bil­dung und Nar­ben­rei­fung. Durch die Anwen­dungs­dauer von min­destens einem Monat kann die Narbe reifen und eine flex­i­ble und weiche Kon­sis­tenz erhal­ten. Eine Kom­pres­sionsver­sorgung ver­hin­dert das Entste­hen von wuch­ern­den Nar­ben und hil­ft, den Juck­reiz zu hem­men.

Die Vorteile von Kompression in der Narbentherapie

Die Vorteile von Kom­pres­sion­sstrümpfen bei der Nar­benpflege sind vielfältig und umfassen neben der Ver­min­derung von Juck­reiz und Beschw­er­den auch eine pos­i­tive Auswirkung bei älteren Nar­ben — solange die Narbe noch aktiv ist und durch­blutet wird.

Der Hauptvorteil von Kom­pres­sion­sstrümpfen ist die Unter­stützung der Heilung von Nar­bengewebe. Durch den Druck, den die Strümpfe ausüben, heilen Nar­ben schneller ab. Eine exakt angepasste Kom­pres­sionsver­sorgung übt medi­zinisch wirk­samen und kon­stan­ten Druck aus und hil­ft, den Nar­ben­bere­ich deut­lich zu verbessern. Sie sollte nicht ein­schnüren, aber auch nicht ver­rutschen. Speziell aus­ge­bildete Fachkräfte aus dem medi­zinis­chen Fach­han­del ermit­teln die per­sön­lichen Kör­per­maße.

Bei welcher Art Narbe wirkt Kompression?

Kom­pres­sion­sstrümpfe eignen sich zur Behand­lung ver­schieden­er Arten von Nar­ben, darunter Ver­bren­nungsnar­ben, Nar­ben von Ver­let­zun­gen oder Oper­a­tio­nen sowie großflächige Nar­ben. Durch die gezielte Kom­pres­sion kön­nen Nar­ben ver­schieden­er Ursachen effek­tiv behan­delt und verbessert wer­den.

Die Kom­pres­sion­sstrümpfe erzie­len durch den opti­malen Druck, den sie auf das Nar­bengewebe ausüben, schnell pos­i­tive Ergeb­nisse. Der kon­tinuier­liche Druck ist wichtig, um das Nar­bengewebe gle­ich­mäßig zu kom­prim­ieren und dadurch die Narbe schneller reifen zu lassen. Dies ver­hin­dert auch die Entste­hung von wuch­ern­den Nar­ben und sorgt dafür, dass die Narbe optisch unauf­fäl­liger wird.

Beim Tragen von Kompressionsstrümpfen beachten:

  • Richtige Anwen­dung und Pflege der Strümpfe. Das bedeutet fal­tenfreies Anle­gen und das Abpol­stern von empfind­lichen Stellen.
  • Achtung: Die Kom­pres­sionsver­sorgung sitzt sehr eng am Kör­p­er. Nur dadurch wird der gewün­schte Druck erre­icht. Deshalb kann es beson­ders zu Beginn der Ther­a­pie gewöh­nungs­bedürftig und bei neuen Nar­ben auch manch­mal unan­genehm sein, die Kom­pres­sionsver­sorgung anzule­gen und zu tra­gen. Davon sollte man sich jedoch nicht verun­sich­ern lassen, denn nur durch kon­se­quentes Tra­gen der Kom­pres­sionsver­sorgung, Tag und Nacht, kann ein zufrieden­stel­len­des Ergeb­nis erre­icht wer­den.
  • Der Ver­band darf allerd­ings keine Druck­stellen oder Schmerzen verur­sachen.

Durch die spezielle Kom­pres­sions­bek­lei­dung kön­nen betrof­fene Per­so­n­en aktiv etwas gegen störende Nar­ben unternehmen und dadurch eine schnellere Heilung und Verbesserung des Nar­bengewebes erre­ichen.